• Die Bonnotte
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Die Bonnotte

Die „Bonnotte“, einst „Bounette“ oder „Bounotte“ genannt, ist eine alte Kartoffelsorte und Spezialität der Île de Noirmoutier, die der besonderen Knolle seit ihrer Einführung auf der Insel in den 1920er-1930er Jahren zu ihrem Ruhm verholfen hat. Die kleine, runde, festkochende Kartoffel mit zartem Fleisch hält sich nur wenige Tage. Sie wird in einem äußerst sandigen und mit Tang gedüngten Boden angebaut.

Geflügel aus Challans

Das Geflügel wurde auf den Höfen im bretonischen Sumpfland der Vendée gezüchtet. Es war traditionsgemäß für den Verkauf bestimmt und oftmals Haupteinnahmequelle für den Landwirt und seine Familie. Der Verzehr von Geflügelfleisch blieb eine Ausnahme und war festlichen Anlässen und insbesondere Hochzeiten vorbehalten. Auf den meisten Höfen behielt man als eigene Nahrungsquelle nur unverkäufliche, kleine oder verletzte Tiere, die als Ragout zubereitet oder geschmort wurden.
Das Geflügel aus Challans erhielt 1969 das „Label Rouge“ und unterliegt seither strengen Vorschriften hinsichtlich Fütterung (75 % Getreide), Aufzuchtdauer und Haltungsbedingungen (Freilandhaltung, großer Auslauf, kleine Gruppen…), sodass die Ente aus Challans sich sogar bis in die großen Restaurants einen Namen machen konnte: „Blutente“ (Canard au sang) wird zum Beispiel seit über 100 Jahren im Pariser Restaurant „Tour d’Argent“ serviert. Im Restaurant „Le Glajou“ (Link zur Restaurantbeschreibung) kommt die Ente aus Challans geschmort und mit Aprikosen angerichtet auf den Tisch.
Préfou

Prefou

Die Reste von nicht aufgegangenem Brotteig wurden zu kleinen Kugeln geformt und in den Ofen gegeben, um die ideale Brotbacktemperatur zu testen. Sobald die Kugeln goldbraun waren, nahm man sie aus dem Ofen und gab sie noch warm mit Sahne und Zucker oder einfach mit Butter bestrichen den erwartungsvollen Kindern zu essen – ein himmlischer Genuss! Ein Bäcker aus dem Marais Poitevin hatte in den 1950er Jahren die Idee, den Viehhändlern diese Art von Produkt anzubieten. Dieser Teig, der vor dem eigentlichen Brot in den Ofen geschoben wurde, wurde zum „Préfou“ (von „Peur l’fou“ im regionalen Dialekt): ein sehr flaches Brot, das mit gesalzener Butter gefüllt und mit gehacktem Knoblauch bestreut wurde. Heute reicht man es oft zum Aperitif.

Die Mogette

Die Mogette ist eine sehr glukose- und vitaminhaltige trockene bis halbtrockene weiße Bohne, die seit dem 16. Jahrhundert traditionsgemäß in der Vendée angebaut wird. Die Bohne, die seit 2006 das Qualitätszeichen „Label Rouge“ trägt, wird zwischen dem 10. Mai und dem 20. Juni gesät und Ende August geerntet. Die Mogette steht in der Vendée für Geselligkeit und eine altüberlieferte Kultur. Sie wird nach alter Tradition mit Schinken verzehrt. In alten Zeiten war ein Schinken im Kamin ein Zeichen von Reichtum. Jemandem eine Scheibe von seinem Schinken abzuschneiden, war ein Zeichen des Dankes und der Erkenntlichkeit. Heute ist das traditionelle Gericht aus gebratenem Schinken und weißen Bohnen weit verbreitet und das Restaurant „Le Glajou“ (Link zur Restaurantbeschreibung) bietet auf seiner Speisekarte eine ganz eigene Version an, die mit dem Label „CUISINE MONTOISE“ ausgezeichnet wurde.
Die Mogette
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